28.01.2011

Artikel zur Studie Regensdorf im Furttaler, ZRZ Zürcher Regionalzeitungen

 Furttaler, Text Barbara Gasser
Freitag, 28. Januar 2011
Regensdorf Mit der Entwicklung des Industriegebietes Bahnhof Nord soll es vorwärtsgehen
Aus Vision wird Wirklichkeit
Mit Rücksicht auf Bestehendes soll im Industriegebiet Bahnhof Nord ein neuer Stadtteil entstehen. Die visionäre Planung könnte Wirklichkeit werden.

 
Die weissen und grauen Häuser zeigen den gegenwärtigen Stand der Bebauung auf. Die graugrün gefärbten Blöcke stellen das Konzept für die Zukunft dar, wie es das Team Dürig sieht.
Viel Lob erntete Architekt Jean-Pierre Dürig vom Team Dürig für das Projekt für die Weiterentwicklung des Industriegebietes Bahnhof Nord. Er stellte das Ergebnis seiner Planung vergangene Woche an einer von der Interessengemeinschaft Grundeigentümer Industrie Regensdorf (Igir) organisierten Informationsveranstaltung vor. Die Gemeinde Regensdorf hatte die Studie in Auftrag gegeben, für die Umsetzung ist nun der gemeinsame Einsatz von Industrie und Gemeinde gefragt.

Bauvorstand Karl Wegmüller wies die anwesenden Grundeigentümer darauf hin, dass man sich entscheiden müsse: «Entweder macht jeder für sich weiter oder eben alle zusammen.» Er plädiert für den gemeinsamen Weg, weil damit Kosten gespart werden. «Ein Gesamtplan schafft für alle die gleichen Voraussetzungen, ist effizienter und kostengünstiger als wenn jeder Betrieb einen privaten Gestaltungsplan einreicht.»

Masterplan als Grundlage

Jean-Pierre Dürig zeigte auf Plänen für mehrere Zeitabschnitte eine mögliche Gebietsentwicklung auf der Nordseite des Bahnhofes auf. Sie umfasst das Feldschlösschen-Areal, das Gebiet Ostring, die Althard-, Neuhard- und Feldstrasse. «Das Ziel ist eine attraktive Mischung aus Industrie, Gewerbe, Dienstleistung und Wohnen», erklärte er. Als Grundlage diene der Masterplan und ein städtebauliches Konzept. «Noch kann gemeinsam definiert werden, wie so etwas aussehen soll.»

Seine Ideen lassen sehr viel Spielraum, konkret sind erst wenige Eckdaten. Dafür sind die Möglichkeiten für ein attraktives Gebiet umso grösser. Karl Wegmüller wies darauf hin, dass bei dieser Entwicklung der kommunale Richtplan mit einer angepassten Verkehrsführung eine grosse Rolle spiele. «Wir haben ein Konzept erarbeitet, bei dem das Linksabbiegen in dieses Gebiet aus Richtung Zürich von der Wehntalerstrasse her möglich ist.» Er rechnet mit einer Genehmigung durch den Kanton bis Mitte Jahr. Gerade weil die Gebietsentwicklung viele Gestaltungsmöglichkeiten offen lässt, kommen die Pläne des Teams Dürig bei den Grundeigentümern gut an.

Igir-Präsident Christian Rüegger will das weitere Vorgehen an der nächsten Vorstandssitzung Anfang Februar traktandieren. Gemeindepräsident Max Walter sieht in einem gemeinsamen Vorgehen vor allem auch finanziell viele Vorteile. «Niemand soll genötigt werden. Mitmachen erfolgt auf freiwilliger Basis.»

Broadway als Verbindung

Im Zusammenhang mit dem Industriegebiet Bahnhof Nord zwischen Ehrenhau und Hardhölzli steht die Neugestaltung der Watterstrasse als Verbindung zwischen altem Dorfteil, Zentrum und Bahnhof unter Einbezug des Ostrings. Gemäss Studie soll eine Art Broadway, nur für Fussgänger und
öffentlichen Verkehr, eingefasst von Grünflächen, diese Verbindung herstellen. Der Ostring würde dabei unterirdisch geführt.

Was im Moment erst als visionäres Projekt auf Plänen dargestellt ist, könnte schon bald Wirklichkeit werden. «Wenn alle gemeinsam an einem Strick ziehen, kompromissbereit sind und sich für die Umsetzung entscheiden, kann es vorwärtsgehen», sagte Dürig.

Gesamter Artikel:
http://www.zuonline.ch/1furttaler/fuartikel/fuartikel.cfm?vID=2525

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